Mannitol – eine Alternative zum Glaubersalz?

Fasten ohne Glaubersalz?

Ist Mannitol eine Alternative zum Glaubersalz, um die Darmentleerung zu Beginn einer Fastenkur einzuleiten? Was genau verbirgt sich dahinter?

Der Einstieg in die Fastenzeit wird in den Kursen der meisten meiner Kolleginnen und Kollegen durch die Einnahme von Glaubersalz eingeleitet. Diese radikale Form der Darmentleerung führt nach meinen Erfahrungen oft zu starker Übelkeit und einer extremen Kreislaufschwäche, denn es bedeutet Stress für den Körper.

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Einige meiner Teilnehmer waren nach der Einnahme des Salzes für ein bis zwei Tage regelrecht „außer Gefecht“ und konnten nicht an unserem Wanderprogramm teilnehmen. Diese Erfahrungen haben mich dazu bewogen, die Einnahme des Glaubersalzes als Notwendigkeit beim Fasten in Frage zu stellen. Der Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Fastenärzten bestärkte mich in meiner Ansicht, eine sanftere Form der Darmentleerung zu empfehlen.

Viele meiner Fastenkursteilnehmer finden den Geschmack des Glaubersalzes an sich schon fürchterlich. Auch aus diesem Grunde war für mich die Suche nach einer besser schmeckende Alternative lohnend.

Was ist Mannitol?

Mannitol (auch als Mannit bezeichnet) ist ein Zuckeralkohol (ebenso wie Xylit oder Erythrit). Zuckeralkohole schmecken süß und haben eine abführende Wirkung bei mehr als 20-30g Tagesdosis. Sie erhöhen nicht den Blutzuckerspiegel und brauchen kein Insulin um abgebaut zu werden. Das Süßungsmittel ist daher auch für Diabetiker geeignet.

Mannitol ist natürlichen Ursprungs und kommt vorwiegend in Salzpflanzen (Halophyten) vor, aber auch in Pilzen und Algen, Feigen und Oliven. Der Name stammt vom süßen Saft („Manna“) der Manna-Esche, die in Süditalien in Plantagen angebaut wird. Die Pflanze ist im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet.  Der als Heildroge dienende Saft (Manna canelata) wird durch Einschnitte in die Rinde der 8-10 Jahre alten Bäume gewonnen und an der Luft getrocknet. Der Saft enthält bis zu 90% Mannitol.

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Mannitol wird als Zuckeraustauschstoff mit der Zusatzstoffnummer E421 verwendet und wird mit Hilfe von Enzymen aus Fruktose hergestellt. Das Süßungsmittel ist relativ teuer und wird daher nur begrenzt als Zuckeraustauschstoff verwendet. Besonders in der veganen und vegetarischen Küche ist Mannitol  beliebt. Der Stoff spielt auch als Füll- und Bindemittel für die Tablettenherstellung eine Rolle. Heute wird Mannitol meist durch Hydrierung von Glucose oder Invertzucker gewonnen.

Mannitol wirkt osmotisch. Das bedeutet, es wird kaum im Darm resorbiert, sondern hält dort Wasser zurück. Dadurch wird der Darminhalt vermehrt und die Peristaltik (die Bewegungstätigkeit des Darms) stimuliert. Dies wirkt harntreibend und abführend. Fördert die Wasserausscheidung des Körpers mit dem Harn und das Ausschwemmen von Salzen, wirkt daher Blutdrucksenkend und fördert die schnelle Ausscheidung von Giftstoffen. Allerdings wirkt das Mittel nur schwach abführend, es muss daher viel Wasser dazu getrunken werden, wenn es wirken soll.

Nebenwirkungen sind nicht bekannt, bei empfindlichen Personen kann das Mittel aber in seltenen Fällen Erbrechen auslösen. Alles in Allem ist Mannitol meiner Ansicht nach eine gute Alternative zum Glaubersalz, bei dessen Einnahme wesentlich häufiger Übelkeit auftritt und als weiterer, nicht unerheblicher Nachteil das Ausschwemmen von Elektrolyten zu nennen ist.

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Dauerhaft gesund abnehmen?

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Ein Gastbeitrag von Aida Alamou

Diät und Jojo-Effekt

Viele Menschen stellen sich nach den kalorienreichen Wintermonaten die Frage: Wie kann ich dauerhaft und gesund abnehmen? Und möglichst schnell? Sicherlich haben Sie um schnell ein paar Kilo abzunehmen schon die ein oder andere Diät ausprobiert. Dabei haben Sie bestimmt festgestellt, dass die richtige Diät zu finden, mit der sich wirklich abnehmen lässt, gar nicht einfach ist. Außerdem kann längst nicht jede Diät halten was sie verspricht. Zwar lässt sich mit vielen Diäten eine kurzfristige Gewichtsabnahme erreichen, doch von Dauer ist der Verlust an Pfunden meist nicht. Nur zu häufig schlägt der gefürchtete Jojo Effekt zu, und der Übergewichtige bringt schnell wieder das alte Gewicht auf die Waage. Manchmal muss er sogar erschrocken feststellen, dass er noch mehr wiegt als vor der Diät.

Welche Diät hilft?

Die Frage, welche Diäten wirkungsvoll sind, lässt sich nicht allgemein gültig beantworten. Jeder Mensch ist verschieden und reagiert auch anders als andere. Als Grundregel lässt sich allerdings sagen, dass das Gewicht immer dann abnimmt, wenn der Körper weniger Kalorien erhält, als er verbraucht. Energie bezieht der Körper aus Fetten, Kohlenhydraten und Zucker. Eine wirksame und zugleich gesunde Diät setzt also voraus, dass vor allem der Fett- und Zuckerkonsum stark eingeschränkt wird. Gleichzeitig muss die Aktivität durch Sport oder wenigstens mehr Bewegung erhöht werden, denn dadurch werden auch mehr Kalorien verbraucht.

Mehr zum Thema Diäten finden Sie  im kostenlosen E-Book von trendfit.net. Um kurzfristig ein paar Pfunde zu verlieren, sind Crash-Diäten wie die Ananasdiät oder die Null-Diät sicher sinnvoll.Diese Diäten sollten jedoch nur wenige Tage durchgeführt werden, weil der Körper sonst nicht ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird.  Auch mit der OMG-Diät können schnelle Erfolge innerhalb von sechs Wochen erzielt werden. Um dauerhaft gesund abzunehmen und schlank zu bleiben hilft letztendlich jedoch immer nur eine Ernährungsumstellung.  Die Ernährung sollte dabei  fett- und zuckerarm sein, gleichzeitig aber dem Körper ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe zuführen. Nur auf diese Weise lässt sich das Wunschgewicht dauerhaft halten.

Ernähungsumstellung, aber wie?

Als Einstieg für eine solche Ernährungsumstellung ist z.B. eine Fastenwoche optimal. Hierdurch können Sie schnell und gesund abnehmen und anschließend fällt Ihnen der Einstieg in eine neue Ernährungsweise viel leichter.  In ihrem Fasten-Video-Kurs hat Ihnen die Fastenleiterin Susanne Behm ein komplettes Programm für eine Fastenwoche mit Yoga erstellt, das Sie zu Hause oder an Ihrem Lieblingsort durchführen können. In den Video-Vorträgen erhalten Sie viele Hinweise für Ihre Ernährungsumstellung und  für eine gesunde Lebensweise.  Christine Jantzen gibt Ihnen außerdem wertvolle Tipps zur Gewohnheitsänderung, damit die Fastenwoche und die anschließende Ernährungsumstellung auch ein nachhaltiger Erfolg wird. Wenn Sie gesund abnehmen möchten, gehört schließlich auch Bewegung dazu. Damit das auch im Arbeitsalltag funktioniert, wenn Sie keine Zeit für ausgiebige Spaziergänge haben, können Sie die Videos der Yoga-Lehrerin Melanie Dowedeit nutzen, die in Ihnen Fasten-Yoga zum Mitmachen zeigt.

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OMG-Diät – in sechs Wochen schlank

OMG-Diät

 

OMG-Diät – OH MY GOD! In sechs Wochen Schlank

Zugegeben, der Titel des Buches „Die OMG-Diät“ ist abschreckend und der Name des Autors Venice A- Fulton bisher unbekannt.  OMG steht für „Oh my God“ als Reaktion auf den sichtbaren Diät-Erfolg und Venice A.Fulton heißt eigentlich Paul Khanna. Ein blöder Titel (im Original noch schlimmer: “Six Weeks to OMG – Get skinnier than all your friends”. Frei übersetzt heißt das in etwa “Sechs Wochen bis Oh Mein Gott – werde dünner als alle Deine Freunde”) und ein Autor, der sich hinter einem Pseudonym versteckt – zwei sehr gute Gründe, ein Diätbuch gleich wieder wegzulegen!

Interessante neue Fakten sind in der OMG-Diät verarbeitet

Aber ich bin auf dieses Buch mit der OMG-Diät gestoßen, weil ich nach neuen Erkenntnissen zu Fasten und Bewegung (Fastenwandern, Fasten und Yoga als Schwerpunkt unseres Gesundheitsangebotes auf dem Kossätenhof) recherchiert habe und Fulton dazu interessante neue Fakten in seiner OMG-Diät verarbeitet hat. Denn eigentlich ist die OMG-Diät keine herkömmliche Diät mit Rezepten für morgens-mittags-abends plus Ge- und Verbotsliste bestimmter Lebensmittel. Es scheint eher so, dass der Schauspieler (deshalb vielleicht das Pseudonym) und in London tätige Personal-Trainer (er bezeichnet sich selbst als ausgebildeten Sportwissenschaftler) beim Studium diverser medizinischer und sportwissenschaftlicher Veröffentlichungen auf (neue oder bisher wenig bekannte) Erkenntnisse gestoßen ist, die die Fettverbrennung stark anregen und deren positive Auswirkungen auf das Aussehen deutlich zu sehen sind. Und alle, die sich zu dick und/oder zu schwabbelig fühlen, streben ja genau dies an – deshalb wohl der Titel – Die OMG-Diät ! Und natürlich muss es immer ganz schnell gehen, weshalb der Autor ein 6-Wochen-Programm erstellt hat, in dem der/die Abnehmwillige verschiedene Veränderungen in seinem/ihrem Leben vornehmen soll, die dann zu Gewichtsverlusten bis zu 9 kg und verbessertem Aussehen führen.  Das mag funktionieren, die OMG-Diät erscheint mir aber zu radikal und wird wohl nur von Leuten durchgehalten, die enormen Leidensdruck haben. Ich denke aber, dass die einzelnen Bestandteile des Programms jedes für sich genommen wirksam sind und auch langfristig gut in unser Leben integriert werden können. Sehen wir uns doch die einzelnen Aspekte der OMG-Diät einmal an:

1.       Empfehlung: Verzichte auf das Frühstück und bewege Dich nach dem Aufstehen!

      Sehr anschaulich wird erklärt, welche Stoffwechselvorgänge in der Nacht dazu führen, dass morgens die Energiespeicher unseres Körpers (Magen, Blut, Leber) leer sind. Wenn wir nun das nächtliche Fasten nicht brechen – unser „Breakfast“ also ausfallen lassen, muss sich der Körper die Energie aus den Fettspeichern holen, und dies umso mehr, wenn wir uns richtig bewegen. Die erste Bewegungseinheit von täglich dreien sollte also morgens stattfinden. Was man macht und wie man sich bewegt, ist dabei egal (wer denkt, dass er joggen muss – siehe 4. Empfehlung). Und auch wenn es erst mal unvorstellbar ist, mit nüchternem Magen z.B. zu laufen – der Körper richtet bei Anstrengung seinen Fokus auf die Bewegung und dämpft den Appetit. Ich habe es ausprobiert – es funktioniert.  

2.      Empfehlung: Trinke anstelle des Frühstücks schwarzen Kaffee (oder Nicht-Kaffeetrinker nehmen Koffein in anderer Form zu sich)!

      Hier wird die Erkenntnis umgesetzt, dass Koffein die Fettzellen dazu anregt, Fett in die Blutbahn abzugeben, von wo aus es zu den Muskeln gelangt, die es in Energie umwandeln – Energie, die der Körper morgens eben nicht mehr aus Magen, Blut und Leber gewinnen kann (siehe Punkt 1). Sobald der Körper registriert, dass keine schnelle Energie vorhanden ist, greift er auf die extra dafür ja angelegten Fettreserven zurück. Kaffee beschleunigt und erleichtert also die sog. Fettverbrennung. Aber Achtung: Der Kaffee muss schwarz getrunken werden, denn nur das Koffein wirkt wie oben beschrieben. Gibt man Milch oder Zucker in den Kaffee, wird wieder Insulin ausgeschüttet, der Körper bekommt das Signal, dass Nahrung hereinkommt und direkt aus der Blutbahn zur Energieversorgung genutzt werden kann- Fazit: er geht nicht an seine Fettvorräte. Und tatsächlich, nach einer kurzen Umgewöhnungsphase trinke ich ohne Problem meinen Kaffee nur noch schwarz und frühstücke spät – relativ problemlos und ohne Hungergefühl. Als ich aber vor kurzem bei Freunden, die die Umstellung nicht mitbekommen haben, morgens wieder einen Kaffee mit Milch getrunken habe, hatte ich nach ca. 30 min richtig Hunger – zwei Stunden eher als sonst!

3.      Empfehlung: Friere!!

      Der Autor nennt es „Schlanktauchen“ und möchte, dass seine Klienten morgens ein kaltes Bad oder eine kalte Dusche nehmen. Dabei soll man sich 15 (!) min lang 15° kaltem Wasser aussetzen, weil nachgewiesenermaßen kaltes Wasser eine Menge Wärme absorbiert. Da Nahrungsenergie zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur benötigt wird, wird viel Energie benötigt, wenn man friert. Und wenn man idealerweise vorher nichts gegessen hat und die Energiespeicher leer sind…. Siehe Empfehlung 1 – das Fett schmilzt. Klingt einleuchtend – ist aber nichts für mich (Wasserverschwendung!). Trotzdem halte ich es für sehr sinnvoll, ab und zu mal ordentlich zu frieren – das stärkt ja auch bekanntermaßen das Immunsystem und „härtet ab“.

4.      Empfehlung:  Bewege Dich dreimal am Tag!

      Nun, das ist ja nichts Neues, aber der Autor spricht ganz bewusst nicht von Sport, sondern von Bewegung. Er zeigt auf, dass z.B. die vielgelobten SitUps nur wenige Muskelgruppen beanspruchen und deshalb weniger Energie verbrennen, als z.B, wilder Diskotanz oder das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ und dass man für 2 km Entfernung schleichend oder gehend fast die gleiche Energie verbraucht, als wenn man joggt (hier werden nur durch die zusätzliche Wärmeproduktion = Schwitzen etwas mehr Kalorien verbraucht). Neu waren für mich zwei Aspekte im Zusammenhang zwischen Bewegung und Aufnahme von Kohlenhydraten durch die Muskeloberfläche: 1. Bei Bewegung funktioniert das Hormon Insulin hervorragend und befähigt die Muskeln, überschüssige Kohlenhydrate auszunehmen. Bewegt man sich nicht, landen die überschüssigen „Carbs“ in den Fettzellen. 2. Wartet man nach der Bewegungseinheit noch etwas mit der Nahrungsaufnahme, wird ein spezielles Enzym gebildet (Glykogensynthase), welches ebenfalls hilft, die überschüssigen Kohlenhydrate aus dem Blut in die Muskelzellen zu bekommen. Da der Autor die Wurzeln dieser Stoffwechselprozesse in der Steinzeit vermutet, nennt es das „Jagen und Warten“  mit einer „Mindestjagdzeit“ von 15 min und einer genau so langen Wartezeit.

5.      Empfehlung:  Mache Gewichtstraining zur Verbesserung des Muskeltonus`, zum Muskelaufbau und damit zur Steigerung des Energiebedarfs!

      Auch bekannt. Aber neu: 3 x im Monat reicht vollkommen aus, wenn es intensiv genug ist, um dem Körper zu signalisieren: „Ich brauche meine Muskeln noch.“ Und es muss kein Gewichtstraining mit Hanteln im Fitnesscenter sein, Zirkeltraining oder Pilates- oder Yogakurse, die das eigene Körpergewicht zur Stimulierung der Muskeln nutzen, erfüllen den gleichen Zweck!  In diesem Zusammenhang erklärt Herr Fulton übrigens ganz unterhaltsam, was man mit dem täglichen Aufblasen eines Luftballons für enorme Wirkung auf die Bauchmuskulatur erreicht – muss ich noch ausprobieren.

6.      Empfehlung: Iss nur drei Mahlzeiten am Tag und keine Snacks zwischendurch!

      Wirkung ist hinreichend bekannt.

7.      Empfehlung: Iss bei jeder deiner Mahlzeiten mindestens 50% Protein und so wenig wie möglich Kohlenhydrate, achte auf die Qualität der Kohlenhydrate. Iss dabei besonders viel Gemüse (hier zählen die Kohlenhydrate meistens nicht) und nur 2-3 x Obst (zuviel Fruchtzucker). Fette sind nur schlecht, wenn gehärtet (Transfette!)

      Nicht wirklich neu, aber viele Hintergrundinformationen zu Insulin, Dopamin und Leptin und recht alltagstauglich beschrieben.

8.      Empfehlung: Schlafe richtig!

      Hier wird noch einmal der Zusammenhang zwischen nächtlicher Regeneration, Wachstums-Schilddrüsenhormon und Stoffwechselprozessen erläutert und welche Rolle der Schlaf für unsere Gesundheit spielt.

9.      Empfehlung: Trinke ausreichend Wasser!

      Auch nicht neu, aber im biochemischen Kontext mit dem Wachstumshormon sehr interessant geschrieben.

10.   Empfehlung: Trinke 2-4 Tassen grünen Tee pro Tag!

      Wer Epigallocatechingallat noch nicht kannte, erfährt hier, welche positiven Auswirkungen das EGCG auf unseren Stoffwechsel hinsichtlich der Fettverbrennung hat. Es wird erklärt, wie man ihn zubereitet und dass auch er ohne Milch und Zucker genossen werden muss, um seine Wirksamkeit zu entfalten.

Fazit: Die OMG-Diät – Neues Diätwunder?

Das Buch wird durch einige Exkurse zu psychologischen Aspekten und Begleit-Themen wie Cellulite, Haut und Haar, Bioprodukte, Fruchtfolge beim Essen, Kalorien und kleine Teller noch bereichert und ist insgesamt gut verständlich geschrieben. Seine saloppe Art und die Verwendung von Klischees irritieren manchmal – aber wer sich Venice nennt…. Sehr gut und überzeugend ist die Auflistung der wissenschaftlichen Artikel, aus denen Herr Fulton seine Erkenntnisse gewonnen hat. Wer der englischen Sprache mächtig und wissenschaftliche Studien lesen kann, kann unter  pubmed.gov die Fakten der OMG-Diät überprüfen und sicher selbst noch Interessantes  zu Thema Fettverbrennen und Abnehmen finden. Aktuelle Informationen über die OMG-Diät finden sich auch auf dem Blog von Venice A. Fulton unter veniceafulton.com

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Basenfasten – Essen und trotzdem entlasten???

 

Basenfasten, Apfelsaft, Saft, Fasten

Ich gebe zu – ich glaube nicht, dass sich Fasten und Essen unter einen Hut bringen lassen. Trotzdem habe ich das Buch mit o.a. Titel (natürlich dort ohne die drei Fragezeichen) von Sabine Wacker gelesen, denn Sabine Wacker gilt als deutsche Expertin für Basenfasten und Basenfasten wird auch auf unserem Kossätenhof im Rahmen der Fastenwanderwochen mit Yoga in Form von Fasten mit grünen Smoothies angeboten.

Das Buch führt gut in die Thematik des Säuren-Basen-Haushaltes unseres Körpers ein und erklärt anschaulich, welche körperlichen Veränderungen und gesundheitlichen Verbesserungen sich mit Basenfasten bewirken lassen. Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass Frau Wacker eindringlich darauf hinweist, dass eine saisonorientierte Lebensweise die Basis für Gesundheit und gesunde Ernährung ist und wir unseren tages- und jahreszeitlichen Rhythmus und seinen Einfluss auf unser Leben deutlich mehr berücksichtigen sollten. Konsequent gliedert sie den Teil des Buches, der sich mit der konkreten Basenfastenanleitung für eine 1-2 wöchige Kur beschäftigt, auch in jahreszeitliche Abschnitte: Basenfasten im Frühling, Basenfasten im Sommer uns so weiter. Außerdem gibt es einen saisonalen Einkaufsguide für basisches Obst und Gemüse, in den man sich zwar erst einmal richtig „einsehen“ muss, der aber in keinem Haushalt fehlen sollte!

Das Basenfastenprogramm ist folgendermaßen aufgebaut: Frühstück (vorwiegend aus Obst und Müsli), Zwischenmahlzeit (Trockenfrüchte, Mandeln, Oliven oder Apfel), Mittagessen (Hauptmahlzeit mit warmen Gemüsegericht oder Rohkost), Zwischenmahlzeit (Trockenfrüchte, Oliven) und Abendessen (keine Rohkost, am besten Gemüsesuppe). Klingt eher wie eine Diät als wie eine Anleitung zum Fasten und schreckt mich persönlich ab. Und nach meiner Erfahrung mit Fastenkuren ist es unabdingbar, den Magen und Darm komplett zu leeren, damit sich kein Hungergefühl einstellt. Das Umschalten auf den inneren Stoffwechsel braucht das Signal der Leere, wird feste Nahrung zugeführt, springt die Peristaltik wieder an und das Hungergefühl kommt. Bei der Verwendung von Smoothies können beide Aspekte unter einen Hut gebracht werden: Rein basische Versorgung mit Nährstoffen und Fasten mit Getränken. Deshalb wird diese Methode auch auf dem Kossätenhof Behm in Flecken Zechlin mit angeboten.

Es bleibt also für jeden Einzelnen die Frage zu klären, ob er sich eine Woche basisch und reduziert ernähren möchte oder ob er fasten will. Gesundheitliche Verbesserungen sind in jedem Falle zu erwarten.

Literatur-Hinweis und Internet

  • Sabine Wacker: Basenfasten – Essen und trotzdem entlasten. Gräfe und Unze-Verlag 2007

  • Sabine Wacker: Basenfasten! Die Wacker-Methode. Trias 2011

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Warum Grüne Smoothies?

Smoothies kennt mittlerweile fast jeder: Goldgelbe oder leuchtendrote Fruchtmixgetränke in sämiger Qualität, welche die gesunde Ernährung abwechslungsreicher machen und auch aus dem Kühlregal des Supermarktes schnell parat stehen. Aber was ist ein Grüner Smoothie?  Per definitionem ist ein grüner Smoothie ein im Mixer püriertes und mit Früchten abgerundetes Getränk mit viel Blattgrün.Sieht also nicht so lecker aus und schmeckt mit Sicherheit nicht so süß und angenehm wie ein „normaler“ Smoothie. Warum also grüne statt gelbe oder rote Smoothies zu sich nehmen? Weiterlesen ›

Die Buchinger/ Lützner Fastenmethode

Dr. med. Hellmut Lützner und der erste Fastenratgeber für Gesunde

Dr. med. Hellmut Lützner ist der Fastenpapst schlechthin. Er schrieb 1976 den ersten Fastenratgeber für Gesunde und machte das Fasten damit für eine breite Öffentlichkeit zugänglich. Sein Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ wurde ein internationaler Bestseller, der bis heute das Standardwerk für selbstverantwortliches Fasten ist. Das Buch wurde in 16 Sprachen übersetzt, eine deutsche Neuauflage ist nach Auskunft des Verfassers für Herbst 2013 geplant.

Jeder soll fasten, nicht nur Kranke, sondern auch und vor allem der „Gesunde“. Lützner griff damit einen Gedanken von Buchinger auf, welcher schon 1935 in seinem Buch „Das Heilfasten“ darauf hinwies, daß Fasten vor Krankheit und Siechtum vorbeuge. Heute ist das „Fasten für Gesunde“ als Buchinger /Lützner-Methode bekannt. Millionen von Menschen führen sie jährlich durch. Es ist eine Methode der Krankheitsvorbeugung und Gesunderhaltung. Durch 5-10 Tage Fasten zu Hause oder in den Ferien kann jeder von dem enormen Nutzen des Fastens profitieren. So bemerkt Dr. Lützner in seinem Interwiew „Fröhlich Fasten“ mit der Zeit Online „…Ich sehe alles intensiver als sonst, alle Sinne sind schärfer. Der wirkliche Gewinn des Fastenwanderns ist nicht nur das Abnehmen, sondern der Gewinn an Leben, an Lebendigkeit, an geistiger und seelischer Klarheit…“

Fasten für Gesunde und Heilfasten

Gegenüber dem Fasten für Gesunde dauert das Heilfasten lange (2-4 Wochen) und wird nur unter ärztlicher Anweisung in einer Klinik durchgeführt. Ziel des Heilfastens ist nicht präventiv, sondern krankheitsbekämpfend. Fasten für Gesunde eignet sich für jeden, der „sich für gesund und leistungsfähig hält“, sagt Lützner in seinem Interview mit der Zeit Online. Allerdings sollte das erste Fasten durch Anleitung eines erfahrenen Fastenleiters geschehen. Lützner war auch Gründungsvater der Deutschen Fastenakademie e.V. (dfa), die u.a. Fastenleiter ausbildet und interessierte Menschen über das heilsame Fasten nach Dr. Otto Buchinger und Dr. Hellmut Lützner informiert. Neben der dfa wurde im Februar 2009 der Berufsverband Fasten und Ernährung e.V. gegründet, der sich der Tradition des Konzeptes „Fasten für Gesunde“ nach Dr. Buchinger/Dr. Lützner verpflichtet und die Interessen von FastenleiterInnen und Ernährungsfachleuten vertritt.

Fasten prägte sein Leben

Der Internist, Fachazt für Naturheilverfahren und Experte für Fasten und Ernährungstherapie Dr. Hellmut Lützner wurde 1928 im Erzgebirge geboren.  Seit seiner Kindheit leidet er unter Neurodermitis. Früh musste er deshalb lernen, selbst Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen. Durch Fasten und bewusste Ernährung mit Rohkost, sowie den Verzicht auf Süßigkeiten  gelang es ihm, seine Krankheit in den Griff zu bekommen. Das prägte sein gesamtes Leben. Hellmut Lützner war von der alternativen Heilmethode nicht nur überzeugt, sondern geradezu durchdrungen. Er studierte Medizin, habilitierte mit einer Arbeit über Kneipp und absolvierte zusätzlich eine internistische Fachausbildung (nachzulesen bei WIKIPEDIA).

Er folgte stets seiner Berufung, den Menschen das Fasten zu vermitteln und durch Fasten zu heilen. Seinen Durchbruch hatte Lützner bereits in den 70-ger Jahren, als ärztlicher Berater für eine Sendung über das Fasten vom Bayerischen Rundfunk, aus der die Initiative, einen Ratgeber zu schreiben, entstand. Lützner behandelte sein gesamtes Berufsleben hindurch erfolgreich schwerkranke Patienten durch Fasten in Ost und West, u.a. in Dresden im Sanatorium am Weißen Hirsch, an der Buchinger-Klinik am  Bodensee sowie als Chefarzt der Kurpark-Klinik in Überlingen.

Dr. Hellmut Lützner ist nach eigener Auskunft mit 85 Jahren bis heute topfit, aktiv und gesund, solange er erhitzte Milchprodukte vermeidet.  Er hält immer noch Vorträge und schreibt Artikel und Bücher. Im Internet betreibt er ein eigenes Portal mit Informationen rund um das Thema Fasten für Gesunde www.fastenfuergesunde.de, wo Interessierte auch persönliche Fragen zum Fasten stellen können.

Veröffentlichungen von Dr. Hellmut Lützner (Auszug)

  • Dr. med. Hellmut Lützner: Wie neugeboren durch Fasten, Gräfe und Unzer Verlag, erweiterte und aktualisierte Neu-Auflage (2008)

  •  Dr. med. Hellmut Lützner u. Helmut Million: Richtig essen nach dem Fasten, Gräfe und Unzer Verlag, Neu-Auflage (2008)

  • Dr. med. Hellmut Lützner: Fasten-Meditationsprogramm, Gräfe und Unzer Verlag, Neu-Auflage (2008)

  •  Dr. med. Hellmut Lützner: Fasten- und Ernährungstherapie: 40 Jahre Erfahrung. Books on Demand (2009)

  •  Dr. med. Hellmut Lützner: Ernährungsmedizin in der Naturheilkunde. Handbuch für die Therapie von Volker Schmiedel, Hartmut Heine, Claus Leitzmann und Hellmut Lützner, Urban & Fischer bei Elsevier (2008)

 

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Frühlingszeit ist Fastenzeit!

Ein Gastbeitrag von Jens Wendelmuth, Heilpraktiker und Fastenleiter

www.wendelmuth.com

„Wer richtig fastet, erlebt Körper und Seele neu und findet das innere Gleichgewicht wieder“

 

Rund zehn Prozent der Deutschen haben sich in diesem Frühjahr vorgenommen zu fasten. Doch wie faste ich am erfolgreichsten? Der Heilpraktiker und Fastenleiter Jens Wendelmuth stellt die bekanntesten Methoden vor und gibt Tipps zum gesunden Fasten.

Fasten liegt voll im Trend. Es gilt als schick, einmal im Jahr den Körper zu entgiften und den Geist zu reinigen, und passt damit in eine Gesellschaft, die ihr Leben nachhaltiger gestalten will. Denn: Wo alles im Überfluss da ist, wird der Verzicht zum Zeichen.

Fasten selbst ist so alt wie die Kirche: Ob Moslems (Ramadan) oder die Christen in der Jahreszeit zwischen Aschermittwoch und Ostern – der Verzicht auf feste Nahrung gilt der Reinigung von Körper und Seele und soll helfen, sich auf die Beziehung zu Gott zu besinnen.

Welche Motive nun den Einzelnen auch bewegen, eine Zeitlang zu fasten, allen ähnlich ist die Suche nach einer Art Auszeit, nach Ruhe, Entspannung, nach Rückbesinnung, nach dem Wiederfinden das inneren Gleichgewichtes.

Warum sollten wir Fasten?

Das Leben der meisten Menschein in Europa ist gekennzeichnet durch zu viel beziehungsweise falsche Ernährung und chronischen Bewegungsmangel. Dazu kommt der tägliche berufliche Stress. Viele wsogenannte Zivilisationskrankheiten haben hier ihren Ursprung. Durch richtiges Fasten kann der Körper Giftstoffe abbauen (Entschlacken) und die natürlichen Selbstheilungskräfte regenerieren. Fasten kann sowohl vorbeugend als auch therapeutisch bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt werden.

Fasten bedeutet:
  • Anregen der natürlichen Selbstheilungskräfte
  • Entschlacken-Entgiften-Entwöhnen-Abnehmen-Erholen
  • Heilungsunterstützung bei vielen Krankheiten
  • Preiswerte und hochwirksame Gesundheitsvorsorge
  • Kraft, Energie, Stärke und Lebensfreude tanken
  • Burnout Syndrom vorbeugen und die innere Stärke wiederfinden
Wie man richtig fastet

Fasten einfach mit „nicht essen“ gleichzusetzen wäre nur die halbe oder gar die falsche Wahrheit. Richtiges Fasten beinhaltet neben dem bewussten Verzicht auf feste Nahrung, viel Bewegung – Wandern, Radeln, Schwimmen – und Entspannung, bewusstes Erleben des eigenen Körpers und der Seele. Die richtige Ernährung während des Fastens, das heißt die Versorgung des Körpers mit viel Flüssigkeit, wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sollte ebenfalls sichergestellt sein. Wichtig ist auch die für einen richtige Fastenmethode zu finden. Welche die richtige ist, hängt von Konstitution und Ziel ab. Bei der Suche kann der mit Heilfasten vertraute Heilpraktiker helfen.

Wie kann man fasten?

Natürlich kann man selbst zu Hause fasten. Allerdings erfordert das eine große Disziplin. Eine Alternative ist, berufsbegleitend in einer Gruppe gemeinsam zu fasten. Der Alltag allerdings bleibt. Eine weitere Möglichkeit ist die Teilnahme an einem Fastenseminar, wie es viele Heilpraktiker anbieten. Hier gibt es fachliche medizinische Betreuung, die kenntnisreiche Anleitung und den Austausch mit den anderen Teilnehmern. Ein gut geführtes Fastenseminar kann eine Art „Kurlaubsgefühl“ erzeugen. Natürlich kann man auch ganz individuell bei einem Heilpraktiker fasten.

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Fastenreisen: Hier treffen sich Gleichgesinnte in ferienähnlicher Umgebung, um unter Führung erfahrener fastenleiter gemeinsam Körper und Geist zu entschlacken.

Fasten: Viele Methoden - ein Ziel
Die bekanntesten Fastenmethoden sind:
Wasserfasten:
Es ist die ursprüngliche und reinste Form des Fastens. Es wird nur reines Quellwasser getrunken. Nur unter ärztlicher Kontrolle.
Teefasten: Täglich zwei bis drei Liter ungezuckerten Kräutertee wie Kamille oder Fenchel trinken. Gut geeignet sind auch Löwenzahn-, Brennessel-, und Birkenblättertee, denn sic wirken besonders entwässernd und blutreinigend. Bei Bedarf zusätzlich salzarme Gemüsebrühe zu sich nehmen.
Saftfasten:Über den Tag verteilt einen bis anderthalb Liter frisch gepresste oder hochwertige ungezuckerte Obst-, Gemüse- und Grassäfte, die Enzyme, Vitamine, Minaral- und Vitalstoffe sowie Kohlenhydrate liefern und die Übersäuerung im Körper neutralisieren. Außerdem Tee und Wasser.
Molkefasten: Molke entsteht bei der Herstellung von Käse und wirkt sanft abführend. Die Kur auf Molkebasis garantiert, dass der Organismus kein wertvolles körpereigenes Eiweiß verliert. Ungeeignet bei Milchzucker- oder Milcheiweißunverträglichkeit.
Schrotkur: Klassische Fastenkur, die auch bei Adipositas empfohlen wird. Hier wechseln sich Trockentage, an denen es altgbackene Brötchen, Nüsse und Trockenobst gibt, mit Tagen ab, an denen vor allem getrunken wird. Begleitmaßnahme: täglich Dunstwickel.
Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger: Derzeit populärste Methode. Es ist keine Nulldiät, sondern eine Trinkdiät aus Gemüsebrühe, Kräutertees, Mineralwasser und Natursäften. Das körperliche Training ist dabei sehr wichtig, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Da die Fastengetränke kaum Eiweiß enthalten, greift der Körper auch das Muskeleiweiß an, weshalb die Kur nur kurzzeitig durchgeführt werden sollte.
Fasten nach Dr. F.-X. Mayr: Die Mayr-Kur ist eine Regenerationskur, bei der die Darmsanierung im Mittelpunkt steht. Drei bis vier Tage Kräutertee und Gemüsebrühe trinken, danach 14 Tage altbackene Brötchen mit Milch langsam zerkauen. Begleitmaßnahmen: Bauchmassage zur Anregung der Darmtätigkeit, Bewegung, Kneipp-Anwendungen, Entspannungsübungen.
Kur vor der Kur

Mit Entlastungstagen vor der Fastenkur können Sie ihren Körper auf die Kur vorbereiten. Das ist notwendig, damit der Körper sich auf das Fasten vorbereiten kann. Sie laufen ja auch nicht einen Marathonlauf, ohne vorher zu trainieren. So könnte Ihr Einstieg in die Fastenkur aussehen:

  • Vormittags: Wenn es möglich ist, nur trinken: Brennesseltee, Zinnkrauttee, Gemüsesäfte, jedoch stark verdünnt im Verhältnis 1:15. Falls ein starkes Hungergefühl aufkommt, s es das Beste nur mit Gemüse (zum Beispiel Karotte) auszukommen.
  • Mittagessen: Salat und/oder Gemüse roh oder gedämpft
  • Abendessen: Wie mittags.
Was ist zu tun bei Krisen?

In den ersten Tagen kann es zu Kopfschmerzen kommen. Meistens verschwinden sie nach einem Spaziergang an frischer Luft. Wenn der Blutdruck in den ersten Tagen etwas in die Knie gegt, hilft eine Tasse Schwarztee mit einem Tellöffel Honig gesüßt. Anschließend bringt ein Spaziergang an frischer Luft den Kreislauf wieder in Schwung. Weiterhin hilft ein Kreislaufkräutertee sehr gut.

Was geschieht während des Fastens im Körper?

Im Gehirn versetzen die Stresshormone Adrenalin und Cortisol den Organismus erst mal in einen Alarmzustand. Nach zwei bis drei Tagen fühlen sich die Fastenden immer besser und auch ausgeglichener. Viele berichten von einem nicht gekannten Glücksgefühl einem sogenannten „Fastenhighlight“. Der Körper bildet beim Fasten Serotonin, das Glückshormon für das Nervensystem. Die Glukosespeicher in der Leber und rund um alle Muskelsysteme werden als erste „angegriffen“. Die Leber wandelt danach Eiweiße aus den Muskeln in Glukose um. Nun stellt sich der Stoffwechsel langsam immer mehr auf die Fettverwertung um.

Was verbessert sich durch das Fasten?

Neben der Entschlackung von Körper und Geist und der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens ist es eine Reihe von Erkrankungen, auf die das Fasten einwirken kann. Neben Stoffwechselerkrankungen (hohes Cholesterin, Fettsucht, Alterszucker, etc.) und Herzkreislauferkrankungen (Herzinsuffizienz, Infarktprophylaxe, Bluthochdruck etc.) sind es Erkrankungen des Bewegungsapparates (Rheuma, Bandscheiben etc.) und des Verdauungsapparates (Leber- und Gallenerkrankungen, Magen etc.) für die Positive Effekte nachgewiesen wurden.

Persönliche Checkliste
  • Morgens müde aufwachen
  • Tagesmüdigkeit
  • Schlecht einschlafen
  • Konzentrationsprobleme
  • Krämpfe, Schmerzen
  • Oft abschweifende Gedanken
  • Hoffnungslosigkeit
  • Freudlosigkeit
  • Lieblosigkeit (sich selbst und anderen gegenüber)
  • Sinnlosigkeit
  • Verlust individueller Maßstäbe, Orientierungslosigkeit
  • Gefühle von innerer Leere
  • Nicht allein sein können
  • Die Außenwelt nur als feindlich empfinden
  • Selbstüberschätzung, Minderwertigkeitsgefühle
  • Werteverlust
Sollten Sie sich in einigen dieser Aussagen wiedererkennen, gönnen Sie sich unbedingt eine Auszeit. Zum Beispiel mit Fasten. Beschäftigen Sie sich einmal wirklich mit sich selbst und Ihrem individuellen Platz in dieser Welt. Mit einer liebevollen Schau nach innen verändert sich oft wohltuend der Blick nach außen.
Der Autor Der Autor
Jens Wendelmuth, Naturheilpraxis, Lesserstraße 211, 22049 Hamburg
www.wendelmuth.com www.fasten-kolleg-hamburg.de

Jens Wendelmuth arbeitet als Heilpraktiker und Fastenleiter in Hamburg. Seine Fastenseminare finden unter anderem auf Mallorca statt. Darüber hinaus bildet er Fastenleiter aus. Der Artikel Frühlingszeit ist Fastenzeit ist auch erschienen in Praxis:natur, das Gesungheitsmagazin der Heilpraktiker, Heft 1, 2012.

Verlängert Fasten das Leben? Ein Versprechen der „10in2®“ -Diät nach Bernhard Ludwig auf dem Prüfstand

Bernhard Ludwig ist Psychologe und leitet seit mehr als 20 Jahren Fortbildungskurse für Mediziner und Seminare zu Verhaltenstherapeutischen Änderungsprogramme für Risikopatienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht. International bekannt wurde er v.a.  dadurch, dass er diese Programme in Kabarett-Form anbietet.

10in2® – Diät von Bernhard Ludwig
Die von Bernhard Ludwig entwickelte 10in2® – Diät ist eine Form des sog. intermittierenden Fasten und funktioniert folgendermaßen: ein Esstag (1), ein Nichtesstag (0) in 2 Tagen (in2). Es erweitert die bereits bekannte Methode des „Dinner Cancelling“ (Abendessen ausfallen lassen = Abendfasten)  um einen Tag.

Anti-Agingprogramm

In erster Linie ist die 10in2® – Diät ein  Anti-Agingprogramm, das auf die Erkenntnisse der sog. Autophagie beruht:  Zellen verdauen in Nahrungsentzugsphasen ihre eigenen Eiweiße oder sogar geschädigte Zellorganellen, z.B. geschädigte Proteine oder Mitochondrien, was bei einfachen Organismen wie Hefen lebenserhaltend wirkt. Bei höheren Organismen scheint die Autophagie vor allem ein Selbstreinigungsmechanismus zu sein, die „gefressenen“ Bestandteile werden erneuert, was die Zellen gesund erhält. In Phasen ohne Nahrungsaufnahme werden außerdem vermehrt Melatonin und Wachstumshormone ausgeschüttet. Melatonin wird normalerweise im Schlaf produziert und hilft dem Körper zu regenerieren. Wachstumshormone helfen bei der Reparatur von geschädigten Zellen und unterstützen den Muskelaufbau. Da die Bildung von Wachstumshormone ab dem 30. Lebensjahr ständig abnimmt, kann ein fastenbasiertes Ernährungsprogramm  hier entgegensteuern. Auch Erkenntnisse der sogenannten Nutrigenomik (biotechnologische Disziplin, die die Zusammenhänge von Erbgut und Ernährung untersucht) unterstützen die Annahme, daß Fasten das Leben verlängern kann. Es wurde nachgewiesen, daß weniger freie Radikale entstehen, wenn wir fasten und daß die Zellen beim Fasten einen bestimmten Enzymtyp verstärkt produzieren: die Sirtuine. Diese regeln den Stoffwechsel und beeinflussen die Streßresistenz und Alterungsprozesse. Je mehr Sirtuine vorhanden, um so länger leben die Zellen.

Gewichtsabnahme

Und natürlich ist die Gewichtsabnahme, die ja bei den meisten Menschen im Vordergrund steht, in der 10in2® – Diät ein Nebeneffekt, der zur Prophylaxe und zur Verbesserung bzw. sogar Ausheilung von zahlreichen Erkrankungen führen kann. Bei Übergewicht werden blutdrucksteigernde Stoffe, freie Fettsäuren und Entzündungsstoffe wie z.B. die Adipokine ins Blut geschwemmt. Diese Adipokine können an den Gefäßwänden oder in der Leber Entzündungsprozesse auslösen, die Wirkung von Insulin schwächen und die Verengung der Gefäßwände mit den bekannten lebensgefährlichen Folgen begünstigen. Mit dem Abbau von Übergewicht normalisieren sich die Blutbestandteile deutlich. Da Fasten auch nachweislich den Fettstoffwechsel positiv beeinflußt, wird auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen gesenkt bzw. bestehende Erkrankungen positiv beeinflußt.

Fazit:
Die bekannten Auswirkungen des Fastens auf den menschlichen Körper weisen alle in Richtung eines tatsächlich lebensverlängernden Effektes hin, die wissenschaftlichen Studien dazu sind aber weder umfangreich noch langfristig genug, um dies abschließend behaupten zu können. Ob aber das intermittierende Fasten wie die 10in2® – Diät oder die anderen zahlreichen Fastenprogramme gewählt werden sollte, ist meiner Ansicht nach eine individuelle Entscheidung und hängt von der jeweiligen Lebenssituation und persönlichen Präferenzen ab.

Quellen:

Horak, Patrik: Effects of alternate-day fasting (ALFA) on body fat distribution, lipid profile and blood pressure – a prospective pilot study on obese adults. Wien 2012

Hengstschläger, Markus: Verlängert Fasten das Leben? Infomappe Radiodoktor 2012

10in2 Programm Bernhard Luwig/Erwin Haas http://www.10in2.at/

 

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Mit Fasten und Yoga dem Burn-out entgehen

von Melanie Dowedeit, Yogalehrerin

Nehmen Sie sich eine Auszeit

Wer wünscht sich das nicht? Mehr Zeit für sich selbst zu haben, eine Pause von der Hektik des Alltags einzulegen und einfach nur die Seele baumeln zu lassen, jenseits von Terminkalender und jeglicher Art von Verpflichtungen. Zeit ist inzwischen zu einem kostbaren Gut geworden. Die Uhren drehen sich scheinbar immer schneller und die Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre vergehen wie im Fluge. Um nicht auch ein Opfer von Burn-out & Co. zu werden, ist es wichtiger denn je, sich solche Auszeiten für Körper, Geist und Seele zu gönnen.

Zwei wunderbare Möglichkeiten, um die Geschwindigkeit zu drosseln und die eigenen Regenerationskräfte zu mobilisieren sind FASTEN und YOGA. Manch einer mag sich nun vielleicht fragen, was denn der Verzicht auf Nahrung mit „akrobatischen“ Körperübungen zu tun hat. Fasten und Yoga sind ähnlich wie die zwei Seiten einer Goldmünze. Jedes für sich allein birgt bereits einen wertvollen Schatz, aber gemeinsam potenziert sich ihr Wert noch um ein Vielfaches.

Fasten reinigt Körper und Geist

Es gibt viele Arten des Fastens, aber alle haben den gleichen Zweck – Körper und Geist zu reinigen und zu klären. Durch den Verzicht auf feste Nahrung hat der Körper Zeit, sich zu beruhigen und sich wieder zu regenerieren. Das gesamte Verdauungssystem wird entlastet. Die Aufmerksamkeit verlagert sich von der Außenwelt nach innen, so dass man sich selbst wieder spüren und mit seinem wahren Selbst in Kontakt treten kann.

Genau das ist auch das Ziel des Yoga. Nämlich den ständig bewegten und zerstreuten Geist zu zentrieren und zur Ruhe zu bringen. Yoga bedeutet nicht, sich verbissen in irgendwelche unbequemen Körperhaltungen hineinzuzwängen. Vielmehr geht es darum, liebevoll mit dem Körper umzugehen und dabei vollkommen gegenwärtig zu sein. Yoga bedeutet, in sich selbst zu ruhen, EINS zu sein mit Körper, Geist und Seele. Nur wenn Körperhaltung, Atmung und Bewusstsein im Einklang sind, entsteht Yoga. Durch einfache Körper-, Atem-, Meditations- und Entspannungsübungen werden nicht nur einzelne Körperteile gedehnt und Muskeln gekräftigt, sondern vor allem auch Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Verdauung angeregt, was den Reinigungsprozess während des Fastens unterstützt. Damit ist die Yogapraxis eine ideale Ergänzung zum Fasten.

Entdecken auch Sie sich wieder selbst und nehmen sich Zeit zum Entspannen und Besinnen – vielleicht mit Fasten und Yoga?

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